Link: Suche und Kontakt

[Beginn des Inhalts]

Das Titelbild

Der Individuelle Internet- Auftritt der Juristischen Fakultät wird maßgeblich von dem Titelbild Logo geprägt. Daher hier dazu einige kurze Erklärungen.


Beginnend auf der linken Seite des Banners wird versucht, die Historizität des Rechts und der Rechtswissenschaft zu verdeutlichen. Am äußersten linken Rand finden wir die wohl älteste Darstellung einer menschlichen Vorstellung von Recht und Gerechtigkeit in der Figur der Nemesis.

Die Nemesis

Die Nemesis wird regelmäßig dargestellt mit Flügeln und einem Rad (dem Rad der Zeit) in der Hand. Beide Symbole verdeutlichen die Idee, dass die rächende Göttin jeden zu jeder Zeit erreicht und jedem nach seinen Taten das Seine zukommen lässt: „gerecht“ und „gerächt“ sind hier im Sinne einer Vergeltung noch zu Lebzeiten synonym. Neben der Nemesis sodann die zwei Tafeln mit dem Dekalog.

Die 10 Gebote

Die 10 Gebote, die, der Überlieferung zufolge, Moses auf dem Berg Sinai von Jahwe empfangen hat, stehen zum einen gleichsam stellvertretend für eine Praxis, in der göttliches Recht in Stein gemeißelt wird, zum anderen aber auch für den nicht zu unterschätzenden Einfluss, den die jüdische Rechtstradition auf das abendländische Rechtsdenken ausgeübt hat.

Justinian

Justinian

Für die zweite zentrale Rechtsquelle, das Römische Recht, steht daneben dann das bekannte Porträt des oströmischen Kaisers Justinian I aus der Basilika San Vitale in Ravenna. Mit der von diesem im 6. Jahrhundert veranlassten Kompilation des römischen Rechts im berühmten corpus iuris civilis (C.I.C.) wurde die Richtung der Rechtswissenschaft auf Jahrhunderte maßgeblich geprägt. Die Jurisprudenz wurde von nun an vor allem eine Textwissenschaft, bei welcher die philologische Arbeit, die Interpretation von juristischen Texten, vornehmlich von Gesetzesstellen, im Zentrum der juristischen Tätigkeit steht. Dass Rechtswissenschaft nicht ohne Bücher und Schrift denkbar ist, wird durch die Buchreihen des Banners symbolisiert.

Die Gebäude

  • 3 Gebäude, Reichstag, Reichsgericht, UN- Gebäude

Gleichwohl erschöpft sich in der Literaturtätigkeit nicht das, was Recht und Rechtswissenschaft ausmachen. Dass das Recht auch eine institutionelle Basis besitzt, wird durch die beiden Gebäude im Zentrum des Banners verdeutlicht: die Legislative durch die Abbildung des Reichstages in Berlin und die Judikative durch das Gebäude des Reichsgerichts in Leipzig. Recht ist zwar immer auch eine ideelle Größe, ohne Umsetzung durch Gesetzgeber und Rechtsprechung kann Recht jedoch nicht praktisch gedacht werden.
Um des Weiteren deutlich zu machen, dass die Basis der aktuellen Jurisprudenz nicht auf nationale Institutionen beschränkt bleibt, wird mit der Abbildung des UN-Hauptgebäudes und der Weltkugel, in deren Zentrum die Europäische Union als transnationale Rechtseinheit hervorgehoben ist, die globale Perspektive des Rechts symbolisiert. Am äußersten rechten Rand schließlich, wird mit dem Handschlag eine letzte wesentliche Komponente von Recht vorgestellt: Recht basiert nicht nur auf Institutionen und literarischen Autoritäten, sondern letztlich auf individuellem und gesellschaftlichem Konsens. Recht ist als Ausgleich betroffener Interessen das, worin eine Mehrheit übereingekommen ist, dass es Recht sein soll. Der Handschlag symbolisiert also den prozeduralen Charakter des Rechts.

Die Justitia

Beherrscht wird das Bild gleichwohl und notwendig von der Justitia, der das Recht und die Rechtswissenschaft seit alters leitenden Idee der Gerechtigkeit.  Übernommen wurde hier die Form, wie sie am Universitätshauptgebäude rechts über dem Eingang für die Juristische Fakultät symbolisch steht. Es ist eine friedfertige Justitia, die auf das Schwert verzichtet, auch die Augen nicht verbunden hat, sondern allein auf die Waage dem Symbol der Abwägung und des Ausgleiches (und auf die 12 Tafeln – duodecim tabulae -, mithin die römische Rechtstradition) verweist.
Bei der Justita am Uni- Hauptgebäude fehlt der letzte Buchstabe, das "z", im Schriftzug Jurisprudenz.

Das corpus iuris civilis (C.I.C.)

Corpus Juris Civilis

Unter den Bildern finden sich die beiden klassischen Definitionen aus dem C.I.C. von dem, was Rechtswissenschaft (Jurisprudentia) und von dem, was Gerechtigkeit (Justitia) sei: Rechtswissenschaft ist die Lehre von den göttlichen und menschlichen Dingen, die Wissenschaft von Recht und Unrecht. Gerechtigkeit ist der dauerhafte und unabänderliche Wille, jedem sein Recht zu geben. Die Juristische Fakultät Rostock bekennt sich auf diese Weise ganz ausdrücklich zu einem universalen Anspruch in der abendländischen Tradition der Rechtswissenschaft und der juristischen Ausbildung.

Urheberrecht des Titelbildes

Informationen zum Urheberrecht des Titelbildes finden Sie im Impressum.

[Ende des Inhalts]

Zusatzinformationen

Nach oben