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Erfolgsgeschichte Jannik Jagusch

Jannik Jagusch

Wann hast du deinen Abschluss gemacht?

Jannik Jagusch: 2014 habe ich den LL.B. „GoodGovernance“ und ein Jahr später, also 2015, dann den Master „Rechtsgestaltung“.

 

Und jetzt machst du … ?

Derzeit bin ich Promotionsstudent und wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Rehberg.

 

Wieso wolltest du Promovieren?

Bereits während des Studiums hat mich Prof. Rehberg gefragt, ob ich mir vorstellen könnte zu promovieren und nachdem ich an der Masterarbeit wirklich Spaß hatte, habe ich mich letztlich dazu entschlossen.

 

Wieso kam für dich das Staatsexamen nicht in Frage?

Mich reizte damals die Interdisziplinarität, die der Bachelor versprach und die Vielseitigkeit des Studiengangs. Die Entscheidung nicht das Staatsexamen zu machen, hat sich aber erst während des Studiums gefestigt. Während meines Praktikums haben die Referendare mir dann letztlich sogar vom Staatsexamen abgeraten. Bei meiner Nebenjobtätigkeit konnte ich dann feststellen, dass es bei der Arbeit als Anwalt kaum mehr um das juristische Arbeiten selbst geht. Es geht vordergründig um Kundenakquise und darum wer den besseren Internetauftritt unter den Anwälten hat.

 

Deine beiden Praktika hast du wo abgeleistet?

Das eine am Arbeitsgericht Rostock und das andere bei der Allianz Versicherung Rostock.

 

Kennst du ehemalige KommilitonInnen, die bereits mit dem Bachelor angefangen haben zu arbeiten?

Zwei, von denen ich weiß, arbeiten jetzt in Personalabteilungen und einige arbeiten sowohl in Rostock als auch in Bad Doberan im Bereich der Asylverfahren.

 

Und wie soll es für dich nach der Promotion hingehen? Folgt die Habil?

Das weiß ich noch nicht. Ich kann mir die Arbeit in der Forschung schon gut vorstellen, da mir das wissenschaftliche Arbeiten wirklich Spaß macht. Denkbar wäre etwa eine Stiftung und dann für diese Gutachten anfertigen. Habilitieren will ich glaub ich nicht. Ich stelle es mir schwer vor einen Lehrstuhl zu bekommen, ohne mindestens das erste Staatsexamen gemacht zu haben. Dafür ist der Studiengang doch zu unbekannt und andere Juristische Fakultäten wahrscheinlich zu konservativ.

 

Apropos unbekannt: Siehst du es als großes Problem, dass der Studiengang so unbekannt und neu ist?

Eigentlich sehe ich das eher als Chance auf dem Arbeitsmarkt. Natürlich gibt es immer die Arbeitgeber, die Absolventen des GoodGovernance sofort aussortieren, aber für die anderen ist der Studiengang eine wichtige Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Jura. Der Abschluss ist ein Alleinstellungsmerkmal, aber nur dann wenn man sich auch gut zu verkaufen weiß.

 

Was würdest du Studieninteressierten oder Erstsemestern sagen, wenn sie dich um Rat fragten?

Immer am Ball bleiben und man muss sich auch durch die nicht so spaßigen Fächer manchmal quälen. Das hat man aber, glaube ich, in jedem Studiengang. Es gibt eben einfach Dinge, die man als Grundlagen machen muss. Ich würde jedem raten, die Angebote der Fakultät, wie etwa Übungen, auch aktiv wahrzunehmen. Man muss sich immer klar sein, dass man auch etwas investieren muss, um sein Ziel zu erreichen. Das gilt auch fürs Studium.

 

Hast du zum Abschluss noch ein paar richtig gute Tipps?

Ich empfehle die Angebote des Careers-Service der Uni Rostock [link] zu nutzen und so zusätzliche Qualifikationen, wie etwa Bewerbungstrainings, erwerben. Die wissen da wirklich wovon sie reden und haben wirklich gute Tipps, auch für die Studienorientierung.
Außerdem kann ich die Studienorganisation AIESEC [link] nur empfehlen. Die vermitteln Praktika ins Ausland und ermöglichen das für kleines Geld. Wenn man sich früh genug darum kümmert und mit ein bisschen Glück, kann man sich das Praktikum sogar fürs Studium anrechnen lassen. Vom DAAD [link] kriegt man gegebenenfalls sogar seine Reisekosten (oder Teile davon) erstattet.

 

Vielen Dank, Jannik, für deine Tipps und Tricks.

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